Beschaffung für Gemeinden

Fair und ökologisch beschaffen

Hinter jedem Einkauf steht eine lange Wertschöpfungskette mit zahlreichen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Dies geht oft vergessen, weil diese Auswirkungen in der Regel nicht sichtbar sind.

Gemeinden beschaffen jährlich für mehr als 15 Milliarden Franken Waren, Dienstleistungen und Bauten. Sie nehmen für die nachhaltige Beschaffung deshalb eine Schlüsselrolle ein. In ihren Submissionen können sie faire Arbeitsbedingungen fordern und sich für Ressourcenschutz einsetzen. So nehmen sie ihre Verantwortung gegenüber Umwelt  und Gesellschaft wahr, übernehmen eine Vorbildfunktion für Bevölkerung und Unternehmen und erreichen eine hohe öffentliche Akzeptanz für ihre Beschaffungen und Bauten.

Mit verschiedenen Standards, Labels, Merkblättern und weiteren Hilfsmitteln steht den öffentlichen Beschaffern eine breite Palette an erprobten Werkzeugen zur Verfügung. Pusch unterstützt sie mit praxisnahen Kursen und Publikationen, welche die rechtlichen Grundlagen erklären, erprobte Labels und Standards vorstellen und anhand von Praxisbeispielen Stolpersteine und Erfolgsfaktoren beleuchten.

Kurse und Tagungen

16. November 2017, Kurs, Luzern

Öffentliche Beschaffung nachhaltig und rechtskonform gestalten

In vielen Gemeinden wächst das Bedürfnis, das lokale Beschaffungswesen ökologischer zu gestalten. Angesichts der breiten Aufgabenpalette, die... mehr

Ökologische öffentliche Beschaffung: Klimaschutz zum Nulltarif

LED statt Natriumdampf bei der Strassenbeleuchtung, Hybrid-Fahrzeuge statt reine Benziner und mehr vegetarische Menüs in den Kantinen, Heimen und Spitälern: Mit einer ökologischen öffentlichen Beschaffung kann die öffentliche Hand die Klimabelastung enorm reduzieren und oft gleichzeitig die Kosten senken. Das zeigt eine neue Studie, die Infras im Auftrag der Stiftung Pusch durchgeführt hat. 

Kompass Nachhaltigkeit für Unternehmen

Der Kompass Nachhaltigkeit unterstützt öffentliche Einkäufer aus Gemeinden, Kantonen und Bund bei der Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Kriterien in der Auftragsvergabe. Mit der Standardsuche lassen sich passende Standards und Labels für unterschiedliche Branchen finden und miteinander vergleichen. Hintergrundtexte erläutern die zentralen rechtlichen Rahmenbedingungen und thematischen Schwerpunkte für eine nachhaltige Beschaffung.

Die Plattform wird in den kommenden Monaten überarbeitet, für Feedback und Inputs sind wir sehr dankbar.
Kontakt: eva.hirsiger(at)pusch.ch, 044 267 44 60

Möchten Sie als Gemeinde nachhaltig beschaffen, bieten Ihnen Labels und Standards gute Unterstützung. Die Vielzahl an Labels kann den Überblick jedoch erschweren. Labelinfo.ch sorgt für mehr Durchblick im Labeldschungel. Die unabhängige Informationsplattform informiert Sie mittlerweile zu über 150 Labels in den unterschiedlichsten Produktekategorien  von Lebensmitteln über elektronische Geräte bis zu Reinigungsmitteln. Mit einer einfachen Vergleichsfunktion können Sie unter Labelinfo.ch unterschiedliche Labels vergleichen und erhalten so die Hintergrundinformationen für bewusste Einkaufsentscheide.

Publikationen

Thema Umwelt 1/2017

Nachhaltige öffentliche Beschaffung - eine Chance für Unternehmen

Von einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung, die auf echten Leistungswettbewerb statt Preiskampf setzt, profitieren alle: die Umwelt, die Gesellschaft, die öffentliche Hand und insbesondere innovative, qualitätsbewusste Unternehmen.

Thema Umwelt 03/2016

Den Gebäudepark sanieren: neue Gesetze und Instrumente

Der Gebäudesektor spielt eine wichtige Rolle für die Schweizer Klimaziele. Die Potenziale für mehr Klimaschutz sind gross, das technische Knowhow dazu ist vorhanden. Neubauten sind bereits auf gutem Weg. Die grosse Herausforderung liegt im Bestand. Um die Sanierungsrate zu erhöhen, braucht es einen guten Mix an Auflagen, Fördergeldern und Information.

Thema Umwelt 2/2016

Öffentliche Beschaffung: fair und ökologisch

Beschaffen Bund, Gemeinden und Kantone nachhaltig, nehmen sie ihre Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft wahr und verhindern Reputationsrisiken. Doch führt dies zu untragbarem Mehraufwand? Im Gegenteil: Nachhaltige Beschaffung senkt nicht nur die Umweltbelastung, sondern auch die Kosten.«Thema Umwelt» diskutiert die Notwendigkeit und Chancen einer sozial- und umweltverträglichen Beschaffung und zeigt auf, wie Gemeinden eine nachhaltige Beschaffung umsetzen können.

Titelbild Bauen für die Zukunft
Thema Umwelt 2/2015

Bauen für die Zukunft

Rund 15 Milliarden Franken investiert die öffentliche Hand jährlich in den Bau von Schulen, Kindergärten, Verwaltungsgebäuden oder Werkhöfen. «Thema Umwelt» zeigt, weshalb sich nachhaltiges Bauen lohnt und welche Standards und Instrumente Gemeinden bei der Planung unterstützen.

Titelbild Den Bodenverbrauch stoppen: Wo können Gemeinden ansetzen?
Thema Umwelt 01/2015

Den Bodenverbrauch stoppen: Wo können Gemeinden ansetzen?

Boden ist ein begrenztes Gut. Dennoch verbrauchten wir in der Schweiz in den letzten 25 Jahren Boden von der Fläche des Genfersees. Das darf nicht mehr länger so weitergehen. Gemeinden und Regionen haben zahlreiche Möglichkeiten, den Bodenverbrauch zu stoppen, ohne an Attraktivität einzubüssen.

Titelbild Natur- und Heimatschutz: kein Stolperstein für die Energiewende
Thema Umwelt 4/2014

Natur- und Heimatschutz: kein Stolperstein für die Energiewende

Die Kritik an der mangelnden Kompromissbereitschaft von Natur- und Heimatschutz und Umweltverbänden hält den Fakten nicht stand. Es geht nicht um «entweder oder», sondern um «sowohl als auch».

Titelbild Nachhaltige Beschaffung: (k)eine Sparübung
Thema Umwelt 1/2014

Nachhaltige Beschaffung: (k)eine Sparübung

Beschaffen Gemeinden nachhaltig, erhöhen sie die Akzeptanz ihrer Beschaffungsvorhaben, schonen ihr Budget, respektieren die Umwelt und unterstützen faire Arbeitsbedingungen. «Thema Umwelt» zeigt auf, wie die öffentliche Hand ihre Verantwortung gegenüber Steuerzahlern konkret nutzen kann.

 
Die Annahme, dass eine nachhaltige Beschaffung zu Mehrausgaben führt, ist schon mehrfach widerlegt worden. Oft vergleicht man nur die Einkaufspreise und beachtet die Kosten während der Nutzung und für die Entsorgung zu wenig. Beat von Felten, Umweltschutzfachstelle Zürich

Beat von Felten, Umweltschutzfachstelle Stadt Zürich