Biwak-Bauanleitung mit Naturmaterialien

Ein selbstgebautes Biwak ist – im Notfall auch bei Wind und Regen – die ideale Unterkunft für ein bleibendes Naturerlebnis im Freien. Das Material zum Bau dieser einfachen Lagerstätte liefert die Natur!

Material

  • 1 dicke, stabile Astgabel (ca. 1,2 m lang) 
  • 1 dicker, stabiler Ast (ca. 1,2 m lang)
  • 1 belastbarer, gerader Ast/Stamm (3-4 m lang, ca. 6 cm Durchmesser)
  • Schnur
  • viele gerade, dünne Äste für die Seitenwände
  • sehr viel Laub 
  • einige verästelte tote Zweige
  • tote Äste zum Beschweren des Laubes 

Bauanleitung

Finde in Absprache mit dem Förster oder Waldbesitzer einen trockenen und windgeschützten Lagerplatz. Befreie den Boden von allen harten Gegenständen. Baue dann aus einer Astgabel und einem dicken Ast eine Stütze (Winkel oben 90°), welche du etwas in den Boden rammst. Lege den langen Ast mit einem Ende auf die Stütze (90° Winkel zur Stütze) und binde ihn fest. Befestige den langen Ast ebenfalls am Boden (z.B. mit Hilfe von zwei kurzen Pflöcken und Schnur). Lehne als nächstes unterschiedlich lange Äste an den langen Mittelast an (im Abstand von etwa 3 cm) und baue so ein Gerüst für die Seitenwände. Decke das Gerüst mit sehr viel Laub zu. Arbeite einige wirr verzweigende Ästchen ein, damit das Laub weniger abrutscht. Häufe eine dicke Lage Laub auf das gesamte Biwak und beschwere die Laubschicht mit toten Ästen. Mit einer Laubschicht von 30 bis 40 cm sollte dein Biwak regenfest sein. Falls du auf eine Campingmatratze verzichtest: Lege den Innenboden mit Schilf oder anderen hohlen Stängeln aus (Wärmeisolation) und polstere das Ganze mit viel Laub. Verwende herumliegende Naturmaterialien und verzichte möglichst auf lebendes Pflanzenmaterial (Moos, Farn, frische Äste).

Fertig! Nichts steht dem «natürlichen» Schlaf auf dem Waldboden jetzt noch im Weg.