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Praxisbeispiele

So nachhaltig beschaffen Schweizer Gemeinden:

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Uni Bern setzt auf Wahlmöglichkeit

Der Universität Bern ist die Nachhaltigkeit ihrer Verpflegungsangebote schon lange wichtig. Sie setzt insbesondere auf Transparenz und Wahlmöglichkeit für ihre Gäste. Was der zukünftige Gastronomiedienstleister sonst noch bieten soll, wurde in einem partizipativen Entscheidungsprozess evaluiert.

Bis zu 2200 Mahlzeiten produzieren die Gastronomiebetriebe der Universität Bern pro Tag. Wer so viel Essen anbietet, kann damit die Nachfrage in Richtung mehr Umweltverträglichkeit lenken. Die Stiftung Mensabetriebe der Universität Bern ist sich dieser Verantwortung bewusst. Gleichzeitig gilt es, tagtäglich in grosser Menge abwechslungsreiche, ausgewogene und preislich attraktive Verpflegung anzubieten. «Es gibt nicht viele Anbieter, die das von uns gewünschte Volumen stemmen können», betont Rebekka Strahm, Geschäftsführerin der Stiftung. Deshalb setzte man in der Ausschreibung auf eine beschränkte Anzahl an Eignungskriterien, die mit einer Vielzahl an Zuschlagskriterien in allen Ausschreibungsbereichen ergänzt wurden. Damit wolle man eine gute Angebotsauswahl gewährleisten.

Nachhaltigkeit ist gewünscht…

In der Vorbereitung der Ausschreibung nahmen sich die Verantwortlichen seitens Uni Bern, begleitet durch einen Gastroprofi, ein gutes Jahr Zeit, über das jetzige und das künftige Verpflegungsangebot zu beraten. Dazu gehörte unter anderem eine Gästebefragung, mittels derer Themen wie Menü, Preis, Service, Ambiente und eben auch Nachhaltigkeit evaluiert wurden. Das Resultat zeigt, dass die Mehrheit der Gäste diesbezüglich einen Ausbau erwartet. 

…und soll stetig ausgebaut werden

«Nachhaltigkeit ist uns schon lange wichtig – als einer von fünf strategischen Forschungsschwerpunkten der Universität Bern, aber auch in der Lehre und im Betrieb», erklärt Strahm. Und so wurde ein «vorbildlicher Umgang mit ökonomischen, ökologischen, aber auch sozialen Ressourcen» als Zuschlagskriterium definiert. Der künftige Verpflegungsanbieter soll mittels einer sogenannten Vorwärtsstrategie aufzeigen, wie das Angebot nachhaltiger werden soll. Damit aus der Strategie konkrete Massnahmen werden, soll jährlich ein Aktionsplan erstellt und Zielsetzungen definiert werden.

Der Trend, so stellt auch Rebekka Strahm anhand der Gästebefragung fest, gehe in Richtung bewusster Konsum: «Viele bezeichnen sich als Flexitarier. Sie verzichten nicht ganz auf tierische Produkte, aber sie konsumieren bewusster und sind dadurch wählerischer.» Dieser Tendenz möchte die Uni Bern Rechnung tragen und wird sich daher für einen Verpflegungsanbieter entscheiden, der sich entsprechend zu einer Weiterentwicklung verpflichtet.

(Autorin: Eva-Maria Bauder, Projektleiterin Kommunikation, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Pusch)

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Nachhaltigkeit ist uns schon lange wichtig – als einer von fünf strategischen Forschungsschwerpunkten der Universität Bern, aber auch in der Lehre und im Betrieb.

Rebekka Strahm, Geschäftsführerin der Stiftung Mensabetriebe der Universität Bern

Publikationen

Titelbild Thema Umwelt Ausgabe 2/2021
3/2021

Mehr Gewicht für nachhaltige Beschaffung

Das totalrevidierte Beschaffungsrecht hat einen Paradigmenwechsel in der öffentlichen Beschaffung ermöglicht. Ökologische und sozialverträgliche Kriterien erhalten einen höheren Stellenwert. Neu geht der Zuschlag an das vorteilhafteste Angebot – und was dieses beinhaltet, bestimmen die Beschaffenden. Nun braucht es die Exekutive, die bereit ist, einen Unterschied zu machen.

Titelseite Thema Umwelt 1/2020
1/2020

Öffentliche Beschaffung und Kreislaufwirtschaft

Der Ressourcenverschleiss und das damit verbundene riesige Abfallaufkommen hierzulande sind gigantisch. Zwei Drittel der durch die Schweiz verursachten Klimabelastung stammen aus dem Import von Produkten und Rohstoffen. Die Kreislaufwirtschaft hat grosses Potenzial, hier Gegensteuer zu geben. Denn mit der Verlängerung der Nutzungs- und Lebensdauer von Produkten wird langfristig der Rohstoffverbrauch reduziert und die Umweltbelastung gesenkt.

Titelseite Thema Umwelt 1/2018
Thema Umwelt 1/2018

Innovativ und nachhaltig beschaffen

An der Schnittstelle von nachhaltiger öffentlicher Beschaffung und Innovationsförderung schlummert ein enormes Potenzial: Zukunftsorientierte Beschaffung kann Geld sparen sowie sinnvolle und notwendige Innovationen auslösen. Trotz vieler Vorteile kommen neue Technologien und innovative Beschaffungsprozesse im öffentlichen Bereich nach wie vor zu selten zum Einsatz. Das muss sich ändern.

Thema Umwelt 1/2017

Nachhaltige öffentliche Beschaffung - eine Chance für Unternehmen

Von einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung, die auf echten Leistungswettbewerb statt Preiskampf setzt, profitieren alle: die Umwelt, die Gesellschaft, die öffentliche Hand und insbesondere innovative, qualitätsbewusste Unternehmen.

Thema Umwelt 03/2016

Den Gebäudepark sanieren: neue Gesetze und Instrumente

Der Gebäudesektor spielt eine wichtige Rolle für die Schweizer Klimaziele. Die Potenziale für mehr Klimaschutz sind gross, das technische Knowhow dazu ist vorhanden. Neubauten sind bereits auf gutem Weg. Die grosse Herausforderung liegt im Bestand. Um die Sanierungsrate zu erhöhen, braucht es einen guten Mix an Auflagen, Fördergeldern und Information.

Thema Umwelt 2/2016

Öffentliche Beschaffung: fair und ökologisch

Beschaffen Bund, Gemeinden und Kantone nachhaltig, nehmen sie ihre Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft wahr und verhindern Reputationsrisiken. Doch führt dies zu untragbarem Mehraufwand? Im Gegenteil: Nachhaltige Beschaffung senkt nicht nur die Umweltbelastung, sondern auch die Kosten.«Thema Umwelt» diskutiert die Notwendigkeit und Chancen einer sozial- und umweltverträglichen Beschaffung und zeigt auf, wie Gemeinden eine nachhaltige Beschaffung umsetzen können.

 

Kontakt

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Eva Hirsiger
Projektleiterin öffentliche Beschaffung, Standards & Labels
044 267 44 60
eva.hirsiger[at]pusch.ch