Gewässer sind wichtig für Gemeinden und tragen zur Lebensqualität bei.

Wiederbelebung für Gewässer

Fliessgewässer sind Hotspots der Artenvielfalt. In den letzten Jahrzehnten hat sich aber ein Grossteil der Gewässer in der Schweiz weit vom natürlichen Zustand entfernt. Revitalisierungen können die wertvollen Lebensräume wiederherstellen. Know-how für Planung und Pflege sind der Schlüssel zum Erfolg. 

Alles Leben stammt ursprünglich aus dem Wasser – und auch heute noch sind Gewässer wichtige Lebensräume. Gerade Fliessgewässer und die durch sie geschaffenen Habitate weisen eine hohe Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten auf. 

Verlorene Lebensräume

In den letzten 200 Jahren sind in der Schweiz aber unzählige Flüsse und Bäche verbaut und begradigt. Mit den neuen, künstlichen Bedingungen kommen viele Pflanzen und Tiere nicht zurecht. Sie verschwinden leise und oft unbemerkt aus den Gewässern. In keinem anderen Ökosystem sind so viele Arten gefährdet – über 20 Prozent sind bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht. Das liegt einerseits am grossen Verlust an Lebensräumen, andererseits sind die verbliebenen Habitate oft in ihrer Qualität beeinträchtigt. Insbesondere im Mittelland sind die Gewässer in einem schlechten Zustand. Im landwirtschaftlich geprägten Raum sind 48 Prozent der Fliessgewässer stark beeinträchtigt, naturfremd oder sogar eingedolt. 

Zurück zur Natur

Zum Glück setzt sich seit einigen Jahren die Erkenntnis durch, dass nicht nur die Biodiversität, sondern auch Naherholung und Hochwasserschutz von natürlichen Fliessgewässern profitieren. Seit 2011 sind Revitalisierungen deshalb zentraler Bestandteil des revidierten Gewässerschutzgesetzes. Kantone und Gemeinden sind verpflichtet, Revitalisierungen strategisch zu planen und umzusetzen – der Bund unterstützt Projekte mit 35 bis 80 Prozent der Kosten. 

Know-how ist gefragt

So sollen in den nächsten Jahren 4000 Kilometer Bach- und Flussstrecken sowie Seeufer revitalisiert werden. Eine Aufgabe, die die öffentliche Hand lange beschäftigen wird. Geduld und Einsatz lohnen sich aber! Das zeigen viele Erfolgsgeschichten aus der Praxis: Naturnahe Gewässer sorgen neben mehr Artenvielfalt auch für Lebensqualität und fördern die Standortattraktivität von Gemeinden. Eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Projekte ist das richtige Know-how. 

Weiterbildungen

Beispiel aus der Gemeindepraxis

Info-Film vom Bundesamt für Umwelt

 

Konktakt