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Illustration eines Traktors

Landwirtschaft

Lebensmittelabfälle entstehen auch in der Landwirtschaft. Schuld sind einerseits strenge Normen, welche verhindern, dass krumme Rüebli und Äpfel mit kleinen Flecken auf unseren Tellern landen. Aber auch witterungsbedingte Überproduktionen können zu Food Waste führen. Wenn zum Beispiel das Wetter für Tomaten zu gut ist – so gut, dass die Schweizer nicht mehr alles essen können. Wie können Gemeinden die Landwirtschaft unterstützen, Food Waste zu reduzieren? Nachstehend finden Sie eine Zusammenstellung von verschiedenen Ideen sowie Tipps und Tricks, um Lebensmittelüberschüssen in Bauernbetrieben entgegenzuwirken.

Organisieren Sie einen Food-Waste-Event auf einem Bauernhof

Tipps & Tricks

  • Das Ausschussgemüse kann in einer grossen Schnippel-Aktion zu einem gemeinsamen Festmahl (z.B. Suppe) verarbeitet werden.
  • Organisieren Sie diesen Anlass zusammen mit einem lokalen Gastronomiebetrieb. Dieser kann das Zubereiten der Lebensmittel übernehmen.  
  • Kombinieren Sie den Anlass mit einem Rundgang auf dem Bauernhof. Dabei kann der Betrieb auch für seinen Hofladen (Direktverkauf) werben.
  • Mit einem kurzen Vortrag können die Landwirtin oder der Landwirt aufzeigen, wie die Lebensmittel vom Feld in den Handel kommen und welches die Ursachen von Food Waste in der Landwirtschaft sind.
  • Die Organisation OGG Bern organisiert das Erntenetzwerk gegen Food Waste auf verschiedenen Landwirtschaftsbetrieben. Informieren Sie die lokalen Landwirte über diese Möglichkeit und bewerben Sie Einsätze in der Region.
  • Weitere Ideen zu Food-Waste-Events siehe auch in der Kategorie Bevölkerung.

Unterstützen Sie solidarische Landwirtschaftsmodelle und informieren Sie darüber

Tipps & Tricks

  • Klären Sie ab, ob in Ihrer Gemeinde bereits solidarische Landwirtschaftsmodelle existieren. Wenn nicht: Initiieren Sie eine solche Kooperative zusammen mit Landwirten und Freiwilligen. Unterstützung finden Sie bei der Kooperationsstelle für solidarische Landwirtschaft.
  • Machen Sie die Dorfbevölkerung auf solidarische Landwirtschaftsmodelle in Ihrer Gemeinde aufmerksam, indem Sie im Gemeindeblatt und auf der Gemeinde-Website darauf hinweisen oder eine Landwirtschaftskooperative porträtieren, um den Nutzen solcher Projekte aufzuzeigen.
  • Unterstützen Sie solidarische Landwirtschaftsprojekte in Ihrer Gemeinde mit einem finanziellen Zustupf oder indem Sie Gerätschaften oder Arbeitsleistung zur Verfügung stellen.
  • Klären Sie, ob es in Ihrer Gemeinde Betriebe gibt, welche Gemüseabos anbieten und informieren Sie die Bevölkerung über diese Möglichkeit oder verlosen sie ein Gemüseabo im Rahmen eines Food-Waste-Wettbewerbs, den Sie auf Ihrer Website veranstalten.

Fördern Sie den Direktverkauf der Landwirtschaftsbetriebe

Tipps & Tricks

  • Erwähnen Sie auf Ihrer Gemeinde-Website die Bauernbetriebe, die einen Hofladen oder einen Verkaufsautomaten haben.
  • Weisen Sie auf die nationale Plattform www.vomhof.ch hin, auf welcher alle Betriebe der Region zu finden sind, die ab Hof verkaufen.
  • Porträtieren Sie einen Landwirtschaftsbetrieb und zeigen Sie an dessen Beispiel auf, wie Food Waste entstehen aber auch vermieden werden kann.
  • Holen Sie die Landwirtschaft ins Zentrum: Organisieren Sie einen Wochenmarkt und ermöglichen Sie den Bauernbetrieben den Direktverkauf auf dem Dorfplatz.
  • Weisen Sie die Bevölkerung auf Nachernte-Verkaufsaktionen von lokalen Landwirten hin.
  • Weisen Sie die Landwirte in Ihrer Gemeinde auf die Möglichkeit hin, für die Vermarktung von nicht der Norm entsprechenden Lebensmitteln, Aufkleber der Kampagne «Save Food, Fight Waste» beim Schweizerischen Bauernverband zu bestellen.
  • Unterstützen Sie die Vernetzung von Landwirten mit Gastronomiebetrieben oder Detailhändlern in Ihrer Gemeinde (Siehe Bereich Gastronomie und Detailhandel).