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Integrativer Gemüsegarten

Wie man soziale Integration mit Umweltschutz in der Praxis vereinen kann, zeigen die «Neuen Gärten» in Schaffhausen. Eine Gruppe von Flüchtlingsfrauen hegt und pflegt gemeinsam einen biologischen Garten.

Gemeinsam mit dem Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) hat die Stadt Schaffhausen einen guten Weg gefunden, den Asylsuchenden ein Stück Boden unter die Füsse zurückzugeben. Im Rahmen des Projekts «HEKS Neue Gärten Schaffhausen» können Flüchtlinge und Migrantinnen ein Gartenbeet bewirtschaften, für das sie verantwortlich sind und auf dem sie Wurzeln schlagen dürfen. Die Stadt Schaffhausen verpachtet dem Hilfswerk die Brache zu einem symbolischen Betrag. Zudem unterstützt die Stadt das Projekt finanziell sowie ideell. Grün Schaffhausen packte bei den initialen Feldarbeiten kräftig mit an. Auch Werkzeuge und Kompost stellt die Stadt dem Projekt zur Verfügung.Einmal pro Woche arbeiten die Flüchtlingsfrauen im Garten wie die Bienen. Sie bereiten die Beete für die Saat vor, pflanzen gekaufte und selbstgezogene Setzlinge und befreien die Brache von invasiven Neophyten. Nach Wunsch dürfen sich auch die Kinder an den Gartenarbeiten beteiligen oder gar eigene Gartenbeete bepflanzen. Das Säen, Giessen und Beobachten von Salat und Radieschen weckt und fördert die Freude und das Interesse der Kinder an der Natur. Auch Bekannte und Nachbarn der Frauen sind im Garten herzlich willkommen. So entstehen und wachsen neue Freundschaften.

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Beim Gärtnern kann man für den Umweltschutz sensibilisieren und gleichzeitig miteinander etwas erreichen. Die Ernte geniesst man am Ende am besten gemeinsam.

Felix Guhl, Leiter Grün Schaffhausen