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Natur findet Stadt

Frei nach dem Motto «Natur findet Stadt» setzen sich die Aargauer Gemeinden Baden und Ennetbaden für mehr Biodiversität im Stadtgebiet ein. Mit der Begeisterung für eine vielfältige Stadtnatur stecken sie die Bevölkerung an und nutzen dabei das Schneeballsystem.

Naturnahe Grünflächen sind wichtige Erholungsräume für die Stadtbevölkerung und bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen im Siedlungsgebiet. Das haben auch die Aargauer Gemeinden Baden und Ennetbaden erkannt. Um der Natur auf dem Stadtgebiet mehr Platz zu geben, lancierten sie 2015 das zweijährige Projekt «Natur findet Stadt», welches vom Ideen- und Projektpool des Kantons unterstützt wird.

Ziel ist, dass sich die Bevölkerung auf ihrem Grund und Boden für mehr Biodiversität einsetzt - ganz nach dem Motto: «Keine Fläche ist zu klein, um reich zu sein!». Auf der Projekt-Website können sich interessierte Privatpersonen anmelden und mit vielfältigen Informationen versorgen, die bei der Wahl und Umsetzung der passenden Aufwertungs-Bausteine helfen. Wer sich anmeldet, bekommt zudem eine kostenlose Beratung vor Ort sowie einen Zustupf für die Umsetzung der geplanten Massnahmen.

Ist das Beet erst in ein Wildbienen-Paradies verwandelt, sponsern die Städte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Apéro, bei dem sie ihre Freude an und den Einsatz für die Natur mit Nachbarn und Freunden teilen können. So soll sich die Idee in den Gemeinden verbreiten, damit immer mehr Grünflächen der natürlichen Vielfalt auch im Stadtgebiet ein Zuhause bieten.

Um mit gutem Beispiel voran zu gehen, sind die Gemeinden auf den öffentlichen Flächen selber aktiv:Spielplätze und Schulgelände, aber auch Strassenräume und Verkehrsinseln sollen zu ökologisch wertvollen Lebensräumen aufgewertet werden. So wurde bereits im April das Quartier Kappelerhof wildtierfreundlicher gestaltet. Stein- und Asthaufen bieten nun Reptilien, Amphibien und Kleinsäugern Unterschlupf. Auch an Vögel und Insekten wurde gedacht: Sie finden im Quartier dank frisch gepflanzten Wildsträuchern, Schwarzdorn und Wolligem Schneeball Nahrung in Form von Nektar und Beeren.

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Mit der Verdichtung des Siedlungsraums ist es erforderlich, die verbleibenden Grünräume – auch kleinen Flächen – ökologisch hochwertig und als Lebensräume zu gestalten. Mit dem Projekt «Natur findet Stadt» möchten wir dies auf öffentlichen und privaten Flächen erreichen.

Barbara Finkenbrink, Projektleiterin Stadtökologie Baden