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Weniger Abfall mit Mehrweggeschirr

In Gastronomiebetrieben fällt durch Take-away-Geschirr viel Abfall an. Städte und Gemeinden können in ihren eigenen Betrieben mit gutem Beispiel vorangehen und wiederverwendbares Mehrweggeschirr einführen. Das Bistro Alte Kaserne in Winterthur macht damit gute Erfahrungen.

Bieten Kantinen oder andere Gastronomiebetriebe ihre Menüs zum Take-away an, verursacht das dabei benötigte Einweggeschirr eine grosse Menge Abfall. Eine sinnvolle Alternative sind mehrwegtaugliche Behälter. Das wiederholte Benützen derselben Schalen und Becher dämmt die Abfallflut und verursacht weniger Umweltauswirkungen.

Die Stadt als Vorbild

Indem sie Mehrweggeschirr einführen, können städtische und kommunale Verpflegungsbetriebe eine Vorreiterrolle einnehmen und als Vorbild für private Betriebe fungieren. Dazu müssen sie kein eigenes Geschirr kreieren. Es gibt bereits erprobte Mehrwegsysteme wie zum Beispiel die stabilen und dicht schliessenden Schalen und Becher von reCircle. Da diese sogenannten reBoxen bei jedem teilnehmenden Restaurant retourniert werden können, funktioniert das System über die gesamte Schweiz. Je mehr Betriebe mitmachen, desto einfacher wird es für den Kunden, seine Box zurückzugeben.

Winterthur machts vor

Auch das Bistro des Kulturzentrums Alte Kaserne schloss sich dem System von reCircle an. Die Alte Kaserne ist ein städtischer Betrieb und bietet den Menschen aus Winterthur die Möglichkeit, am kulturellen Leben der Stadt mitzugestalten und teilzunehmen. Ein beliebter Treffpunkt ist das Bistro, welches über Mittag ein vegetarisches Menu anbietet. Seit Herbst 2016 können die Gäste das Menu auch zum Mitnehmen in der reBox bestellen. Das spart nicht nur Abfall und schont die Ressourcen, sondern lockt gleichzeitig neue Kundschaft ins Lokal.

Schnell und einfach umgesetzt

Damit das neue Angebot bei der Kundschaft gut aufgenommen wird, ist es wichtig, offen über Sinn und Zweck des Mehrweggeschirrs zu kommunizieren. Dabei hilft auch das Infomaterial, das reCircle den teilnehmenden Gastronomiebetrieben gratis zur Verfügung stellt. In Winterthur hat es bei der Umstellung laut Katja Kolitzus von der Alten Kaserne keine Hürden gegeben. Ihre Empfehlung an andere Gastronomiebetriebe lautet deshalb: "Einfach machen!"

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Gastroleiter_Alte_Kaserne.JPG Leute, die am Mittag keinen Sitzplatz finden, können ihr Essen nun in einer umweltgerechten Take-away Variante mitnehmen.

Franco Marceca, Gastronomieleiter Alte Kaserne