30.04.2014

Ein Herz für Wildblumen

Mit der neuen Aktion «Ein Herz für Wildblumen» sensibilisiert Pusch die Bevölkerung für die Biodiversität im eigenen Garten. Ein Fotowettbewerb soll Gartenbesitzer zum Anlegen einer Wildblumeninsel animieren und veranschaulichen, was sie mit dem Verzicht auf Unkrautvertilgungsmittel gewinnen können.

Bald prägen bunte Blumenwiesen das Ortsbild in der Schweiz – zur Freude von Biene, Marienkäfer und Mensch. Um dieser Vision einen Schritt näher zu kommen, lanciert Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch die Aktion «Ein Herz für Wildblumen». Wer diesen Frühsommer eine Wildblumeninsel in seinem Garten anlegt, gewinnt im besten Fall gleich dreifach: Biodiversität, Zeit – eine Wiese gibt deutlich weniger zu tun als ein Rasen – und mit etwas Glück einen von sechs Preisen des Fotowettbewerbs. Teilnehmer der Aktion sind dazu eingeladen, ein Foto ihrer Wildblumeninsel auf Facebook zu teilen. Das Publikum kürt schliesslich das schönste Bild. Als Hauptpreis winkt ein Wildkräuter-Apéro.

Wildblumen, die verkannten Nutzpflanzen

Wildblumen haben hierzulande einen schweren Stand. Als Unkräuter beschimpft, werden sie auf Wegen und Plätzen von manchem Hobbygärtner bekämpft. Auch im Rasen sind die «Breitblättrigen» oft unerwünscht. Es findet jedoch allmählich ein Umdenken statt und immer mehr Gartenliebhaber verwandeln ihre Zierrasen in Blumenwiesen mit Margeriten, Salbei und Flockenblumen oder lassen in den Beeten Platz für Kornrade, Wegwarte und Weidenröschen. Zusammen mit den Wildkräutern kehrt auch die Artenvielfalt in die Gärten zurück. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge tummeln sich auf der Wiese und  locken Vögel an. Ein kleines Fleckchen Wildnis kann so bereits einen grossen Beitrag zur Biodiversität leisten. Da die Wildblumen verschiedensten Nützlingen Nahrung und Unterschlupf bieten, helfen sie sogar mit, Schädlinge zu regulieren und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird überflüssig.

Mitmachen und gewinnen

Die Aktion «Ein Herz für Wildblumen» ist Teil der Kampagne «Stopp den Giftzwerg», die seit 2012 für einen sorgsamen Umgang mit Chemikalien in Haus und Garten wirbt. Wildblumen zu säen, zu pflanzen oder einfach wachsen zu lassen geht Hand in Hand mit dem naturnahen Gärtnern, das auf Pestizide verzichtet. Die Aktion dauert noch bis zum 1. August. Teilnahmebedingungen sowie Tipps, wie man am besten eine Wildblumenwiese anlegt, stehen auf der Website.