30.03.2020

Öffentliche Beschaffung und Kreislaufwirtschaft

«Thema Umwelt» 1/2020 zur Kreislaufwirtschaft in der öffentlichen Beschaffung erschienen

Der Ressourcenverschleiss und das damit verbundene riesige Abfallaufkommen hierzulande sind gigantisch. Zwei Drittel der durch die Schweiz verursachten Klimabelastung stammen aus dem Import von Produkten und Rohstoffen. Eine kreislauforientierte öffentliche Beschaffung kann dieser Entwicklung Gegensteuer geben und eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen fördern.

Mit einem Beschaffungsvolumen von rund 41 Milliarden Schweizer Franken pro Jahr hat die öffentliche Hand ein grosses Potenzial, den Wandel zu einer kreislauffähigen Wirtschaft zu unterstützen. Dafür sind Mut und Kreativität gefragt, aber auch eine effiziente Zusammenarbeit der Akteure untereinander sowie mit innovativen Unternehmen. Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, bereitet sich auf die Zukunft vor. Denn je weniger Material eine bestimmte Leistung braucht, desto kleiner ist das Risiko, künftig in Versorgungs- und Entsorgungsschwierigkeiten zu geraten. Ausserdem reduziert die Kreislaufwirtschaft Abhängigkeiten von Rohstoffen und volatilen Preisen und macht die Wertschöpfungskette widerstandsfähiger.

Mit gutem Beispiel voran gehen die Niederlanden: Nachdem die Europäische Union 2015 den Aktionsplan zur Förderung der Kreislaufwirtschaft lancierte, entschied sich die niederländische Verwaltung zur Beschaffung von kreislauffähigem Büromobiliar. Es zeigte sich, dass die Umsetzung dieser Idee zwar anspruchsvoll, aber möglich ist. Ein Aufwand, den die niederländische Verwaltung mit Blick auf seine Wirkung in Kauf nahm: Denn gelingt diese Form der Beschaffung, profitieren Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft gleichermassen. 

Auch in der Schweiz verfügt die öffentliche Hand mit dem neuen Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB) sowie der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (IVöB), welche zurzeit zur Ratifizierung bei den Kantonen liegt, über ein griffiges Instrument zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. Künftig sollen die vorteilhaftesten und somit volkswirtschaftlich günstigsten Produkte und Dienstleistungen den Zuschlag in Ausschreibungsverfahren erhalten. Das neue Gesetz fordert implizit die Berücksichtigung von Umweltanforderungen wie den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen und Rohstoffen.

Die aktuelle Ausgabe von Thema Umwelt zeigt auf, was der Fokus auf kreislauffähige Produkte und Dienstleistungen in der öffentlichen Beschaffung bedeutet und weshalb dieser Wandel für eine ressourcen- und klimafreundlichere Zukunft unerlässlich ist. Sie beleuchtet verschiedene Branchen, in denen solche Ansätze bereits umgesetzt werden, und präsentiert Geschäftsmodelle, welche die Entwicklung zur Kreislaufwirtschaft unterstützen und vereinfachen. 

«Thema Umwelt» 1/2020 kann für CHF 15 plus Versandkosten unter www.pusch.ch/themaumwelt oder über 044 267 44 11 sowie mail[at]pusch.ch bezogen werden.

Kontakt

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Leiter Pusch für Unternehmen und Kooperationen
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