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Naturoase Lauerz

Flächenmangel ist (k)ein Hindernis

Die kleine Schwyzer Gemeinde Lauerz am gleichnamigen See verfügt kaum über öffentliche Grünflächen. Umso wichtiger ist es, als Gemeinde auf den verbleibenden Flächen ein gutes Vorbild zu sein und die Bevölkerung durch gezielte Anreize für biodiverse Gartengestaltung zu motivieren. Denn obwohl es in der Region im Bereich der Landwirtschaft bereits wertvolle Aufwertungen gibt, ist die Biodiversität im Siedlungsraum noch gar kein Thema.

Engagement auf privaten Flächen

Im Rahmen des Naturoasenprojekts hat der Präsident der Raumplanungs- und Umweltkommission verschiedene Bestrebungen unternommen, um Aufwertungen zugunsten der Biodiversität auf privaten Flächen aufzugleisen. Speziell in kleinen Gemeinden mit wenig öffentlichen Flächen und direktem Kontakt zur Bevölkerung kann dies ein sehr wichtiges Vorgehen darstellen. Eine Massnahme, die die Gemeinde umgesetzt hat, ist der Ersatz einer Thuja-Hecke auf dem Zeltplatz. Thuja-Hecken werden oft als immergrüne Sichtschutzhecken in Gärten verwendet. Obwohl sie dafür gut geeignet sind, bieten sie weder wertvollen Lebensraum noch Nahrung für einheimische Lebewesen. Auf einer Länge von gut 30 Metern wurde die bestehende Hecke deshalb entfernt und mit einheimischen Gehölzen neu gepflanzt. Die künftige naturnahe Hecke kann aus Platzgründen nicht die klassischen Qualitätskriterien einer Bilderbuch-Wildhecke inkl. Krautsaum etc. erfüllen. Trotzdem bildet sie mitten im Siedlungsraum eine extrem wertvolle Struktur. Mit bis zu drei Metern Breite konnte die zur Verfügung stehende Fläche bestmöglich ausgenutzt werden.

Tauschaktion für mehr Biodiversität

Die Entstehung eben solcher Hecken fördert die Gemeinde beispielsweise auch mit Sträucheraktionen, bei denen die Bevölkerung gratis einheimische Sträucher für die naturnahe Gartengestaltung erhält. Auch Tütchen mit Wildblumensamen wurden schon verteilt, damit die Lauerzer:innen sie an noch kaum blühenden Standorten ansäen können. Doch fand in Lauerz nicht nur die Heckenaufwertung statt. Auch das Schulareal wird vom zuständigen Abwart naturnahe gepflegt. So findet man eine Fläche von ca. 1’000m² mit naturnahen Wiesenflächen sowie zwei Weidestrukturen, welche neben der Natur auch die Kinder erfreuen.

Schritt für Schritt wird die Gemeinde so biodiverser. Auch in der Gemeindekommunikation soll das Thema Biodiversität künftig stärker vertreten und damit besser in der Gemeinde verankert werden.