Positionen für den Umweltschutz von morgen

28.06.2019

Den Siedlungsrand in den Fokus nehmen

Leitartikel «Thema Umwelt» 2/2019

Siedlungsränder können eine Vielzahl von Funktionen erfüllen. Sie dienen als Erholungs- und Bewegungszonen und vernetzen wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Nicht zuletzt statten sie Gemeinden mit einer mehr oder weniger attraktiven Visitenkarte aus. Es lohnt sich also, die Ränder vermehrt in den Fokus zu rücken. Die Siedlungsränder in der Schweiz umfassen mehrere tausend Kilometer. Angesichts der dichter werdenden Siedlungen und der bedrohten Biodiversität wächst die Bedeutung dieser Übergangsräume. Obwohl der Siedlungsrand in der Raumplanung (noch) keine fixe Grösse darstellt, hat er eine nicht zu unterschätzende Funktion: Für die Landwirtschaft ist er Produktionsraum, für die Menschen Erholungs- und Begegnungsraum. Er spielt eine wichtige Rolle für die Frischluftzufuhr in die Siedlungsgebiete – angesichts der Klimaerwärmung ein nicht zu unterschätzender Faktor. Für die Ökologie ist er als Naturraum von Bedeutung. Und nicht zuletzt ist der Siedlungsrand ein bewusst oder unbewusst gestalteter Raum und prägt den ersten Eindruck von einer Gemeinde.

Die Juni-Ausgabe von «Thema Umwelt» nimmt den Siedlungsrand und sein Potenzial als Natur- und Erholungsraum in den Fokus. Sie zeigt, wie Städte und Gemeinden Siedlungsränder geschickt gestalten und so dringend benötigte Lebensräume schaffen und die Lebensqualität der Bevölkerung sowie die Standortattraktivität der Gemeinde fördern. Erfolgreiche Beispiele aus der Praxis zeigen, wie sich diese Übergangsräume sinnvoll nutzen und gestalten lassen, wo dabei die Herausforderungen liegen und welche Massnahmen zum Erfolg führen.  

Kontakt

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Jennifer Zimmermann
Leiterin Gemeindeangebote und Erwachsenenbildung
Mitglied der Geschäftsleitung
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