Positionen für den Umweltschutz von morgen

30.03.2020

Mehr als nur Recycling

Leitartikel «Thema Umwelt» 1/2020

Die Gesamtmenge an Rohstoffen, die es braucht, um die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen in der Schweiz zu decken, nimmt stetig zu. Das wirkt sich direkt auf Umwelt und Klima aus – zwei Drittel der durch die Schweiz verursachten Klimabelastung stammen aus dem Import von Produkten und Rohstoffen. 

Obwohl die Schweiz Weltmeisterin im Recycling von Verpackungen und in der Rückgewinnung von Metallen ist, steigt die Abfallmenge unvermindert an und erreicht heute jährlich mehr als 80 Millionen Tonnen. In der Verordnung über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (VVEA) nimmt die Vermeidung zwar einen wichtigen Stellenwert ein, in der Umsetzung hat dieses Thema aber bis heute kaum Bedeutung. Und dies, obwohl die Schweiz mit einem Siedlungsabfallaufkommen von mehr als 700 Kilogramm pro Kopf und Jahr zu den europäischen Spitzenreitern gehört, obwohl der Deponieraum für Bauabfälle und Schlacke aus der Verbrennung immer knapper wird und obwohl der Kampf um Ressourcen wie Metalle, Holz oder landwirtschaftliche Rohstoffe global zunimmt. 

Weitsichtige Volkswirtschaften und Unternehmen, die sich auf die Zukunft vorbereiten, setzen deshalb auf die Kreislaufwirtschaft. Denn je weniger Material eine bestimmte Leistung braucht, desto kleiner das Risiko, künftig in Versorgungs- und Entsorgungsschwierigkeiten zu geraten.

Kontakt

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Felix Meier
Geschäftsleiter
Leiter Pusch für Unternehmen und Kooperationen
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