Instrumente zur Erarbeitung einer Klimastrategie
Eine Klimastrategie gibt dem kommunalen Klimaschutz die nötige Orientierung. Die wichtigsten Instrumente, die bei der Strategieerarbeitung helfen, finden Sie hier in einer Übersicht.
In acht Schritten zur Klimastrategie
Der Wegweiser Klimastrategie für Gemeinden des Bundesamts für Umwelt (BAFU) zeigt in acht Schritten auf, wie Sie als Gemeinde das Ziel Netto-Null erreichen und sich an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen können (inkl. Hilfsmittel und Praxisbeispiele). Eine Klimastrategie sollte sich an diesem Standard orientieren.
Wichtige Instrumente
Die folgenden Instrumente bieten ergänzende Unterstützung bei der Erarbeitung und Umsetzung der Klimastrategie.
Reduktion der Treibhausgase
Die Starthilfe kommunaler Klimaschutz (PDF) der Fachhochschule OST bietet insbesondere kleineren und mittleren Gemeinden Ideen für konkrete Massnahmen zur Reduktion des Klimawandels.
Zusammenstellung von Hilfsmitteln von EnergieSchweiz für die Erarbeitung von Treibhausgasbilanzierung, Leitbild und Massnahmenplan für Energieregionen
Unterstützende Instrumente von Energiestadt zu Zieldefinition, Massnahmenplanung und Monitoring.
Anpassung an den Klimawandel
Das Online-Tool für Gemeinden «Anpassung an den Klimawandel» des BAFU gibt einen Überblick über lokale Gefahren des Klimawandels und mögliche Massnahmen zu deren Bekämpfung.
Klimawandel-Check für Gemeinden (PDF): Das Merkblatt des Kantons Aargau hilft, die Auswirkungen des Klimawandels zu identifizieren, und zeigt entsprechende Handlungsmöglichkeiten auf (auch für Gemeinden ausserhalb des Kantons Aargau einsetzbar).
Die Handlungshilfe zur Anpassung an den Klimawandel für Gemeinden (PDF) des BAFU unterstützt Gemeinden in der Anpassung an die zunehmende Hitze anhand von Luzerner Beispielgemeinden mittels einer einfachen, qualitativen Methode.
Beispiele kommunaler Klimastrategien
Viele Städte und Gemeinden setzen bereits auf Klimastrategien. Ihre Beispiele können inspirieren und als Vorbilder dienen:
Aarau (AG): Klimaschutzstrategie Aarau 2020
Biel (BE): Klimastrategie 2050 und Klimaschutzreglement der Stadt Biel
Bottmingen (BL): Energie- und Klimaleitbild Gemeinde Bottmingen
Cham (ZG): Energie- und Klimakonzept 2035
Dietikon (ZH): Dietiker Energie- und Klimastrategie 2050
Ittigen (BE): Konzept Klimact 2030+
Malans (GR): Energie- und Klimastrategie (siehe auch Artikel im Pusch-Magazin: )
Uster (ZH): Massnahmenplan Klima
Winterthur (ZH): Grundlagenbericht Energie- und Klimakonzept 2050 und Fachbericht Massnahmenplan
Region Sursee-Mittelland (LU): Regionales Energie- und Klimaleitbild
Kantonale Klimastrategien
Alle Kantone verfügen über eine Klimastrategie oder sind an deren Erarbeitung. Diese geben den Gemeinden minimale Ziele vor. Damit verknüpft sind Erwartungen an die Gemeinden, aber auch Hilfestellungen, Fördermöglichkeiten und Beratung durch den Kanton. Die wichtigsten kantonalen Dokumente aus der Deutschschweiz haben wir in alphabetischer Reihenfolge für Sie zusammengestellt:
Appenzell Ausserrhoden
Appenzell Innerrhoden
Basel-Landschaft
Basel-Stadt
Bern
Der Masterplan Klima ist in Konzeption, eine Anpassungsstrategie an den Klimawandel in Planung.
Glarus
Energieplanung 2035 mit Ziel «Netto-Null bis 2050»
Bericht über den Umgang mit der Klimaveränderung im Kanton Glarus
Nidwalden
Schaffhausen
Klimastrategie inkl. Anpassung
Solothurn
St. Gallen
Klimaziele als Bestandteil des Energiekonzepts 2021–2030
Strategie zur Anpassung an den Klimawandel im Kanton St. Gallen
Thurgau
Klimastrategie Kanton Thurgau inkl. Anpassung
Uri
Klimastrategie inkl. Anpassung
Wallis
Zürich
Kantone im Vergleich
Der Klimawandel zeigt sich regional unterschiedlich. Diese Karte schafft einen Überblick über die Auswirkungen des Klimawandels und die Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel nach Kantonen.
Politische Verankerung
Sie haben die Klimastrategie erarbeitet? Dann empfehlen wir dringend, diese durch einen Beschluss der Exekutive politisch verankern zu lassen. Damit erhält die Strategie die nötige Verbindlichkeit. Wurde der Auftrag zur Strategieerarbeitung durch das Parlament oder die Bürgerversammlung erteilt, ist in der Regel auch dieses Gremium für die Genehmigung zuständig. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist ausserdem, wenn das Budget für die Umsetzung ebenfalls mitbewilligt wird.
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Fragen zu den Instrumenten?
Susanne Rutz
Klima und Energie in Gemeinden